Auch mittelfristig stabiler Beitragssatzfür die Rentenversicherung
Die aktuelle Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung und die Entwicklungen beim Regionalträger in Speyer waren Themenschwerpunkte in der von Martin Schneider-Jost geleiteten heutigen Sitzung der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz. Die Sitzung fand in der Mittelrhein-Klinik Bad Salzig, einer Fachklinik für Gastroenterologie, Onkologie und Psychosomatik des Rentenversicherungsträgers, statt.
Geschäftsführer Hartmut Hüfken berichtete der Vertreterversammlung, dass die gesetzliche Rentenversicherung die Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2009 bisher gut überstanden habe. „Die Deutsche Rentenversicherung hat einen Überschuss von 200 Millionen Euro erzielt, der überwiegend auf höher ausgefallene Beitragseinnahmen zurückzuführen ist.“ Die Nachhaltigkeitsrücklage habe am Jahresende bei 16,1 Milliarden Euro und damit unverändert bei 0,97 Monatsausgaben gelegen.
Auch mittelfristig rechnet Hüfken mit einem stabilen Beitragssatz von 19,9 Prozent, auch wenn die Rentenversicherung ab 2011 infolge des Konsolidierungspakets des Bundeshauhaltes mit 2,1 Milliarden Euro weniger auskommen müsse.
Finanzentwicklung der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz
Die Beitragseinnahmen der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz sind ebenfalls um 9,65 Prozent auf 3,59 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zunahme ergibt sich im wesentlichen durch die steigenden Versichertenzahlen der Regionalträger infolge der Organisationsreform. Den Haushaltsansatz für Verwaltungs- und Verfahrenskosten hat der rheinland-pfälzische Rentenversicherer um 2,6 Millionen Euro unterschritten. Ausgehend vom Jahr 2004 muss die gesamte Rentenversicherung bis zum Jahr 2010 10 Prozent der Verwaltungs- und Verfahrenskosten einsparen. Auf die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz entfällt davon ein Anteil von 10 Millionen Euro. Hüfken ist sich sicher, dass nach dem bisherigen Verlauf des Einsparprozesses sowohl der Regionalträger als auch die gesamte Rentenversicherung dieses Sparziel erreichen werden.
Neue Aufgaben für Rentenversicherungsträger
Seit Januar 2010 prüft die Rentenversicherung nun auch die Beiträge der Arbeitgeber zur Unfallversicherung. Damit werden nicht zuletzt die Unternehmen entlastet, da nun die gesamten Betriebsprüfungen im Bereich der Sozialversicherung aus einer Hand erfolgen und Doppelprüfungen vermieden werden.
Modernisierung der Fachkliniken für Rehabilitation
Nach dem Großbrand im Sommer 2008 in der Fachklinik Eußerthal werden die Arbeiten im brandgeschädigten Gebäudeteil voraussichtlich Ende September abgeschlossen sein. Anschließend steht noch die Modernisierung der übrigen Gebäudeteile an.
Das besondere Angebot der Mittelrhein-Klinik Bad Salzig, die Rehabilitation von Müttern und Vätern mit Kindern als Begleitperson, wird künftig um die Betreuung der Kinder ergänzt. Der Umbau der entsprechenden Räumlichkeiten hat begonnen, so dass die Kindertagesstätte im Oktober in Betrieb gehen kann.
Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz bildet aus
„Trotz aller Einsparbemühungen sind wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und bieten jungen Menschen die Chance einer qualifizierten Ausbildung,“ so Geschäftsführer Hartmut Hüfken. Gestern starteten 15 junge Männer und Frauen in den Beruf des Bachelor of Arts in der Fachrichtung „Rentenversicherung“, ab August kommen noch 20 Nach-wuchskräfte für des Beruf des Sozialversicherungsfachangestellten hinzu. Insgesamt bildet der rheinland-pfälzische Rentenversicherer derzeit 73 junge Menschen aus.
Erscheinungsdatum:
02.07.2010
Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz
26.07.2010